Hochwasser: Noch keine Entspannung im Nordwesten Brandenburgs

Hochwasser: Noch keine Entspannung im Nordwesten Brandenburgs

Weiter hoher Druck auf den Deichen – Wasser aus Havelpoldern fließt ab

Potsdam, 13. Juni 2013 (red). Trotz eines allmählichen Sinkens der Elbe-Pegel in der Prignitz kann von einer Entspannung der Hochwasserlage im Nordwesten Brandenburgs noch keine Rede sein. Mit 7,31 Metern bewegte sich der Pegel in Wittenberge am Donnerstagmorgen (09.00 Uhr) nur knapp unter der Marke des Hochwassers von 2002, wie das Koordinierungszentrum Krisenmanagement in Potsdam mitteilte.

Damit bleibt der Druck auf die Deiche sehr hoch. Die Lage erfordert daher weiter höchste Aufmerksamkeit der Einsatzkräfte und Bürger. Knapp 1.700 Männer und Frauen von Feuerwehren, Bundeswehr, Technischem Hilfswerk (THW), Hilfsorganisationen, Bundes- und Landespolizei sowie Freiwillige Helfer waren am Morgen in der Prignitz weiter im Einsatz, um auftretende Schadstellen an den Deichen zu sichten und zu sichern. Landesweit waren es noch rund 2.500 Kräfte.

Seit dem frühen Morgen sank der Wasserstand an der Wehrgruppe Quitzhövel so weit, dass wieder Wasser aus den aufgestauten Havelpoldern in die Elbe zurückfließen konnte. Zur Kappung des Flutscheitels der Elbe waren insgesamt rund 50 Millionen Kubikmeter Wasser in die Polder geleitet worden.

Auch an der Deichbruchstelle bei Fischbeck (Landkreis Stendal/Sachsen-Anhalt) fließt weiter Wasser in die rechtselbische Niederung. Eine akute Bedrohung für das westliche Havelland besteht derzeit nicht. Für Menschen aus evakuierten Elborten in Sachsen-Anhalt stehen seit Mittwochabend zunächst 250 Betten in einer Notunterkunft in Kyritz zur Verfügung. Weitere 500 Betten könnten kurzfristig an anderen Orten aufgestellt werden. Bislang wurde die Notunterkunft aber nicht genutzt.

Seit Beginn der Hochwasserlage wurden die betroffenen Regionen im Land umfangreich mit Material aus dem Landeskatastrophenschutzlager in Beeskow unterstützt. Geliefert wurden unter anderem mehr als drei Millionen Sandsäcke sowie 283 Big Bags und 50 Netzcontainer für die Verlastung von Sandsäcken per Hubschrauber. Außerdem wurden 2.168 Betten für Einsatzkräfte und Notunterkünfte bereitgestellt. Sie kamen aus Beständen der Bundeswehr, des Deutschen Roten Kreuzes und des Landeslagers. Der Landesbetrieb Forst lieferte 6.640 Faschinen. Diese Reisig- oder Strauchbündel können das Rutschen von Erdmassen an Hängen verhindern und werden deshalb auch zur Stabilisierung von Deichanlagen verwendet.

Aktuelle Informationen zur Hochwasserlage finden Sie im Internet unter www.internetwache.brandenburg.de/hochwasser

Hochwasser: Hochwasserlage im Nordwesten spitzt sich zu

Hochwasser: Hochwasserlage im Nordwesten spitzt sich zu

Woidke in der Prignitz – Elbscheitelkappung wird vorbereitet

Potsdam. 9. Juni 2013. (red). Die Hochwasserlage an der Elbe im Nordwesten Brandenburgs spitzt sich weiter zu. In Wittenberge stieg der Pegel am Sonntagmorgen (06.00 Uhr) auf die Marke von 7,67 Meter, wie das Koordinierungszentrum Krisenmanagement in Potsdam mitteilte. Es wird mit einem weiteren Anstieg des Wassers auf 8,10 Meter bis Dienstag gerechnet. Der Hochwasserstab des Landkreises Prignitz rief die Bewohner der südlichen Stadtteile von Wittenberge bereits am Samstag auf, ihre Wohnungen im Interesse ihrer eigenen Sicherheit zu verlassen.

Innenminister Dietmar Woidke begab sich noch am Samstagnachmittag in die Region. Er erörtert am Morgen (08.00 Uhr) in Perleberg mit dem Hochwasserstab des Landkreises erneut die Lage und nimmt an der anschließenden Pressekonferenz teil. Danach will er die Brennpunkte der Hochwasserabwehr in der Prignitz aufsuchen.

In der Nacht stemmten sich Einsatzkräfte aus Sachsen-Anhalt und Brandenburg mit Unterstützung von Bundeswehr und Bundespolizei gemeinsam gegen eine Deichrutschung im Bereich der Haveleinmündung in die Elbe bei Quitzöbel. Sie konnten damit ein Eindringen der Wassermassen der Elbe in die Prignitz und das Havelland verhindern. Woidke fuhr noch am späten Samstagabend zu der Schadstelle, um sich selbst ein Bild von der Lage und den Arbeiten zur Deichsicherung zu machen. Am Morgen traf dort auch eine Brandschutzeinheit aus Ostprignitz-Ruppin mit rund 100 Feuerwehrleuten zur Unterstützung ein. In Magdeburg helfen weiter 109 Feuerwehrleute der Brandschutzeinheit Potsdam-Mittelmark den Einsatzkräften im Kampf gegen das Hochwasser.

Um die Gefahren für die Elbanlieger zu vermindern, soll der Hochwasserscheitel der Elbe an der Wehrgruppe Quitzöbel durch Öffnung eines Wehres gekappt werden. Dabei werden der sog. Havelschlauch sowie die Havelpolder geflutet. Bereits am Samstag waren alle Tiere aus den Poldern geholt und in Sicherheit gebracht worden. Die Kappung wird zu einer weiteren Erhöhung der Wasserstände havel-aufwärts führen. Nachdem wegen des steigenden Wasserstandes in der Elbe die Havelwehre geschlossen werden mussten, hat sich in der Havel ein Rückstau entwickelt, der den Wasserstand am Messpunkt Rathenow UP im Verlauf des Sonntags in den Bereich der Hochwasseralarmstufe 2 steigen lässt.

Unterdessen gingen die Wasserstände an der Elbe bei Mühlberg sowie an Spree und Schwarzer Elster weiter zurück. Bei einem Pegelstand von 9,22 Meter (06.00 Uhr) blieb die Lage in Mühlberg gespannt. Hunderte Helfer kämpfen dort immer wieder gegen Problemstellen am Deich, insbesondere bei Borschütz südlich der Stadt. Es gilt dort weiter Katastrophenalarm. Die Stadt ist evakuiert worden. Einen Termin für die Rückkehr der Bewohner in ihre Wohnungen gibt es noch nicht.

Auch in den Hochwassergebieten an der Schwarzen Elster mussten die Einsatzkräfte weiter Problemstellen an den Deichen sichern. Der kontinuierliche Rückgang der Wasserstände sorgt jedoch für weitere Entspannung. In Bad Liebenwerda (06.00 Uhr) gilt nur noch die Hochwasseralarmstufe 1; in Herzberg bewegte sich der Pegelstand am Morgen noch im unteren Bereich der Alarmstufe 3. An der Spree bei Spremberg normalisierte sich die Lage ebenfalls weiter. Nachdem die Wasserabgabe der Talsperre Spremberg im Verlaufe des Samstags verringert wurde, sind auch die Pegelstände in Cottbus rückläufig.

Die Landkreise werden zur Gefahrenabwehr weiter umfangreich mit Material aus dem Landeskatastrophenschutzlager in Beeskow unterstützt. Mittlerweile wurden 1,87 Millionen Sandsäcke und 283 Big Bags für die Verlastung von Sandsäcken per Hubschrauber sowie Vlies und Folien zur Deichabdeckung angefordert. Außerdem wurden 738 Betten für Einsatzkräfte und Notunterkünfte bereitgestellt. Sie kamen aus Beständen der Bundeswehr und des Landeslagers. Der Landesbetrieb Forst lieferte fast 2.200 Faschinen an die Deiche. Diese Reisig- oder Strauchbündel können das Rutschen von Erdmassen an Hängen verhindern und werden deshalb auch zur Stabilisierung von Deichanlagen verwendet.

Aktuelle Informationen zur Hochwasserlage finden Sie im Internet unter: www.internetwache.brandenburg.de/hochwasser

Präses Rekowski bittet um Fürbitten und Spenden für Hochwasser-Opfer

Präses Rekowski bittet um Fürbitten und Spenden für Hochwasser-Opfer

Brief an die rheinischen Gemeinden: Dank an Helferinnen und Helfer

Hannover, 9. Juni 2013. (red). Manfred Rekowski, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, hat zur Fürbitte und zu Spenden für die Menschen in den vom Hochwasser überfluteten Gebieten aufgefordert. In einem Brief an die rheinischen Gemeinden schreibt er:

„Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Schwestern und Brüder,

in Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Baden-Württemberg, Tschechien und Österreich leiden die Menschen schwer unter der Hochwasserkatastrophe. An vielen Orten haben Menschen ihr gesamtes Hab und Gut in den Fluten verloren.

Zehntausende Helferinnen und Helfer sind in den Überschwemmungsgebieten im Einsatz, um zu schützen, zu retten, zu helfen und zu bergen. Auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Notfallseelsorge und der Kirchengemeinden vor Ort kümmern sich um die verzweifelten Menschen. Allen, die in diesen Tagen anpacken, um Not zu lindern und Bedrohung zu wenden, danke ich herzlich für diesen Einsatz.

Sie, liebe Schwestern und Brüder in den Gemeinden der rheinischen Kirche, bitte ich um Ihre Fürbitte für die Menschen in den Katastrophengebieten – für die Betroffenen und für die, die oft über die Grenzen ihrer Kraft hinaus gehen, um zu helfen. Lassen Sie uns gemeinsam Gott um seinen Beistand für die Menschen in Not bitten.

Ich bitte Sie auch um Ihre Spenden zur akuten Nothilfe an die Diakonie Katastrophenhilfe unter dem Stichwort „Fluthilfe Deutschland“: Konto 502 502, Evangelische Darlehensgenossenschaft, BLZ 210 602 37.

Wo immer es in unseren Gemeinden kurzfristig möglich ist, bitte ich Sie, die Diakoniekollekte im Klingelbeutel an diesem Sonntag für diesen Zweck umzuwidmen.

Herzlichen Dank für Ihre Gebete und Ihre Gaben!“

Präses Rekowski bittet um Fürbitten und Spenden für Hochwasser-Opfer

Präses Rekowski bittet um Fürbitten und Spenden für Hochwasser-Opfer

Brief an die rheinischen Gemeinden: Dank an Helferinnen und Helfer

Hannover, 9. Juni 2013. (red). Manfred Rekowski, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, hat zur Fürbitte und zu Spenden für die Menschen in den vom Hochwasser überfluteten Gebieten aufgefordert. In einem Brief an die rheinischen Gemeinden schreibt er:

„Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Schwestern und Brüder,

in Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Baden-Württemberg, Tschechien und Österreich leiden die Menschen schwer unter der Hochwasserkatastrophe. An vielen Orten haben Menschen ihr gesamtes Hab und Gut in den Fluten verloren.

Zehntausende Helferinnen und Helfer sind in den Überschwemmungsgebieten im Einsatz, um zu schützen, zu retten, zu helfen und zu bergen. Auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Notfallseelsorge und der Kirchengemeinden vor Ort kümmern sich um die verzweifelten Menschen. Allen, die in diesen Tagen anpacken, um Not zu lindern und Bedrohung zu wenden, danke ich herzlich für diesen Einsatz.

Sie, liebe Schwestern und Brüder in den Gemeinden der rheinischen Kirche, bitte ich um Ihre Fürbitte für die Menschen in den Katastrophengebieten – für die Betroffenen und für die, die oft über die Grenzen ihrer Kraft hinaus gehen, um zu helfen. Lassen Sie uns gemeinsam Gott um seinen Beistand für die Menschen in Not bitten.

Ich bitte Sie auch um Ihre Spenden zur akuten Nothilfe an die Diakonie Katastrophenhilfe unter dem Stichwort „Fluthilfe Deutschland“: Konto 502 502, Evangelische Darlehensgenossenschaft, BLZ 210 602 37.

Wo immer es in unseren Gemeinden kurzfristig möglich ist, bitte ich Sie, die Diakoniekollekte im Klingelbeutel an diesem Sonntag für diesen Zweck umzuwidmen.

Herzlichen Dank für Ihre Gebete und Ihre Gaben!“

Präses Rekowski bittet um Fürbitten und Spenden für Hochwasser-Opfer

Präses Rekowski bittet um Fürbitten und Spenden für Hochwasser-Opfer

Brief an die rheinischen Gemeinden: Dank an Helferinnen und Helfer

Hannover, 9. Juni 2013. (red). Manfred Rekowski, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, hat zur Fürbitte und zu Spenden für die Menschen in den vom Hochwasser überfluteten Gebieten aufgefordert. In einem Brief an die rheinischen Gemeinden schreibt er:

„Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Schwestern und Brüder,

in Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Baden-Württemberg, Tschechien und Österreich leiden die Menschen schwer unter der Hochwasserkatastrophe. An vielen Orten haben Menschen ihr gesamtes Hab und Gut in den Fluten verloren.

Zehntausende Helferinnen und Helfer sind in den Überschwemmungsgebieten im Einsatz, um zu schützen, zu retten, zu helfen und zu bergen. Auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Notfallseelsorge und der Kirchengemeinden vor Ort kümmern sich um die verzweifelten Menschen. Allen, die in diesen Tagen anpacken, um Not zu lindern und Bedrohung zu wenden, danke ich herzlich für diesen Einsatz.

Sie, liebe Schwestern und Brüder in den Gemeinden der rheinischen Kirche, bitte ich um Ihre Fürbitte für die Menschen in den Katastrophengebieten – für die Betroffenen und für die, die oft über die Grenzen ihrer Kraft hinaus gehen, um zu helfen. Lassen Sie uns gemeinsam Gott um seinen Beistand für die Menschen in Not bitten.

Ich bitte Sie auch um Ihre Spenden zur akuten Nothilfe an die Diakonie Katastrophenhilfe unter dem Stichwort „Fluthilfe Deutschland“: Konto 502 502, Evangelische Darlehensgenossenschaft, BLZ 210 602 37.

Wo immer es in unseren Gemeinden kurzfristig möglich ist, bitte ich Sie, die Diakoniekollekte im Klingelbeutel an diesem Sonntag für diesen Zweck umzuwidmen.

Herzlichen Dank für Ihre Gebete und Ihre Gaben!“

Präses Rekowski bittet um Fürbitten und Spenden für Hochwasser-Opfer

Präses Rekowski bittet um Fürbitten und Spenden für Hochwasser-Opfer

Brief an die rheinischen Gemeinden: Dank an Helferinnen und Helfer

Hannover, 9. Juni 2013. (red). Manfred Rekowski, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, hat zur Fürbitte und zu Spenden für die Menschen in den vom Hochwasser überfluteten Gebieten aufgefordert. In einem Brief an die rheinischen Gemeinden schreibt er:

„Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Schwestern und Brüder,

in Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Baden-Württemberg, Tschechien und Österreich leiden die Menschen schwer unter der Hochwasserkatastrophe. An vielen Orten haben Menschen ihr gesamtes Hab und Gut in den Fluten verloren.

Zehntausende Helferinnen und Helfer sind in den Überschwemmungsgebieten im Einsatz, um zu schützen, zu retten, zu helfen und zu bergen. Auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Notfallseelsorge und der Kirchengemeinden vor Ort kümmern sich um die verzweifelten Menschen. Allen, die in diesen Tagen anpacken, um Not zu lindern und Bedrohung zu wenden, danke ich herzlich für diesen Einsatz.

Sie, liebe Schwestern und Brüder in den Gemeinden der rheinischen Kirche, bitte ich um Ihre Fürbitte für die Menschen in den Katastrophengebieten – für die Betroffenen und für die, die oft über die Grenzen ihrer Kraft hinaus gehen, um zu helfen. Lassen Sie uns gemeinsam Gott um seinen Beistand für die Menschen in Not bitten.

Ich bitte Sie auch um Ihre Spenden zur akuten Nothilfe an die Diakonie Katastrophenhilfe unter dem Stichwort „Fluthilfe Deutschland“: Konto 502 502, Evangelische Darlehensgenossenschaft, BLZ 210 602 37.

Wo immer es in unseren Gemeinden kurzfristig möglich ist, bitte ich Sie, die Diakoniekollekte im Klingelbeutel an diesem Sonntag für diesen Zweck umzuwidmen.

Herzlichen Dank für Ihre Gebete und Ihre Gaben!“

UNO-Flüchtlingshilfe: Eine Million Euro für Syrienhilfe

UNO-Flüchtlingshilfe: Eine Million Euro für Syrienhilfe

Berlin, 9. Juni 2013. (red). Die UNO-Flüchtlingshilfe hat ihre Unterstützung für syrische Flüchtlinge in diesem Jahr auf eine Million Euro aufgestockt. Weiterhin müssen täglich Tausende Syrer vor der Gewalt fliehen und brauchen massive Hilfe. Mehr als 1,6 Millionen Flüchtlinge, die bislang in den Nachbarländern Zuflucht gefunden haben, stellen diese vor gewaltige Herausforderungen. Die Aufnahmekapazitäten sind nahezu erschöpft.

UN-Schätzungen zufolge wird bis Ende dieses Jahres die Hälfte der syrischen Bevölkerung auf Hilfe angewiesen sein. Diese Zahl umfasst etwa 3,45 Millionen syrische Flüchtlinge und 6,8 Millionen Menschen innerhalb des Landes. „Syrien ist schnell eine der tragischsten, gefährlichsten und größten Krisen seit Ende des Kalten Krieges geworden und verursacht Leiden in einem enormen Ausmaß. Es besteht dringender Hilfsbedarf“, sagt UN-Flüchtlingskommissar António Guterres.

Allein seit Anfang 2013 hat das UN-Flüchtlingskommissariat (UNHCR) eine Million syrische Flüchtlinge registriert. Im Libanon beispielsweise fanden bis Ende 2012 etwa 175.000 Syrer Aufnahme. In den darauf folgenden vier Monaten vervierfachte sich diese Zahl. Syrische Flüchtlinge im Libanon leben über das ganze Land verteilt, an ungefähr 1.200 Orten. Dadurch wird die Verteilung von Hilfsgütern extrem komplex und schwierig. Sollte der Exodus aus Syrien im selben Tempo wie derzeit fortschreiten, dann wird bis Ende 2013 ein Viertel der libanesischen Bevölkerung aus syrischen Flüchtlingen bestehen.

Vor allem die Gesundheit der Flüchtlingskinder verschlechtert sich zusehends. Obwohl Hunger und Unterernährung in der betroffenen Region selten sind, belegt eine kürzlich erschienene Studie, dass in Jordanien vier Prozent der syrischen Kinder unter fünf Jahren wegen Unterernährung medizinisch behandelt werden müssen.

Aufgrund der katastrophalen Lage ruft die UNO-Flüchtlingshilfe, der deutsche Spenden-partner von UNHCR, weiter dringend zu Spenden für syrische Flüchtlinge auf. Seit 2012 hat die Organisation insgesamt 1,8 Millionen Euro für die UNHCR-Hilfe bereitgestellt.

Hilfe für Flüchtlinge aus Syrien:

UNO-Flüchtlingshilfe

Spendenkonto 2000 88 50 – Sparkasse Köln-Bonn 370 501 98

Stichwort: Nothilfe Syrien

Spenden online unter: www.uno-fluechtlingshilfe.de

Hochwasser: Wichtige Informationen für Hartz IV-Empfänger

Hochwasser: Wichtige Informationen für Hartz IV-Empfänger

Gemeinsame Information der Bundesagentur für Arbeit , des Deutschen Städtetages und des Deutschen Landkreistages

Berlin / Nürnberg, 6. Juni 2013. (red). Bundesweit sind hunderttausende Menschen vom Hochwasser betroffen. Ebenso viele zeigen sich solidarisch und helfen in den Krisenregionen. Ein Ausnahme­zustand, der sich auch auf die Arbeit der Jobcenter auswirkt. Dazu geben Bundesanstalt für Arbeit, Deutscher Städtetag und Deutscher Landkreistag für Arbeitslosengeld II-Bezieher folgende Hinweise:

Soforthilfen, die ausdrücklich dazu dienen, Schäden durch das Hochwasser zu beseitigen, werden nicht auf das Arbeitslosengeld II angerechnet.

Wurde durch die Flut Hausrat zerstört, können die Jobcenter die Kosten für die erneute (Erst-)Ausstattung der Wohnung übernehmen. Voraussetzung dafür ist, dass diese Kosten weder durch eine Versicherung noch durch ein anderweitiges Nothilfeprogramm erstattet werden. Hausrat umfasst beispielsweise Möbel, Lampen, Haushaltsgeräte und alle Gegenstände, die üblicherweise eine normale Haushaltsführung ermöglichen.

Für die Dauer einer Helfertätigkeit im Rahmen des Hochwassers bestehen keine Meldepflicht und keine zwingende Notwendigkeit, eine angebotene Maßnahme oder Beschäftigung anzunehmen.

Ist die Wahrnehmung eines Meldetermins aufgrund des Hochwassers nicht möglich, treten keine Sanktionen ein. Vorab wäre eine telefonische Absage hilfreich, damit die Gesprächszeit neu vergeben werden kann.

Sollten Jobcenter selbst direkt vom Hochwasser betroffen sein, gehen für Kunden des Jobcenters keine Ansprüche verloren. Es kann jedoch in der Bearbeitung zu zeitlichen Verzögerungen kommen. Laufende Zahlungen sind nicht betroffen.